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WorkflowAnalytica 2026: Das „Familientreffen“ der Prozessoptimierer setzt neue Impulse für KI und Workflow-Management

Berlin, 09.05.2026 – Mit überragender Resonanz und einer einzigartigen Atmosphäre startete die WorkflowAnalytica 2026 (#WFA26) in Berlin. Als Mischung aus Fachkongress und Community-Event bestätigte die Veranstaltung am ersten Tag ihren Ruf als wichtigste Plattform für den Austausch über Prozesse, Künstliche Intelligenz und digitale Transformation.

Der erste Tag der WorkflowAnalytica 2026 klang in einer besonderen Kulisse aus: Auf der Dachterrasse des RBB-Gebäudes in Berlin versammelten sich Teilnehmer und Experten zum „Familienabend“. Die Organsiatoren begrüßten die Gäste zu einem Abend, der ganz im Zeichen des Netzwerkens stand.

„Es ist wie ein Klassentreffen, nur besser“, so der Tenor der Teilnehmer. Elena, die von der Community liebevoll als „gute Seele“ der Veranstaltung bezeichnet wird, zog eine positive Bilanz des ersten Tages: „Wir haben einen Raum geschaffen, in dem Empathie und fachlicher Austausch Hand in Hand gehen.“

Mensch und Prozess im Mittelpunkt

Trotz der technologischen Tiefe blieb das zentrale Thema der Veranstaltung der Mensch. In den Diskussionsrunden wurde deutlich, dass Prozessoptimierung kein reiner IT-Vorgang ist, sondern eine kulturelle Frage. Besonders die Einbindung von „nicht-digitalen Fachkräften“ wurde als kritisches Fundament für den Erfolg jeder Digitalisierungsstrategie hervorgehoben. Ohne ein stabiles Prozess-Fundament könne keine Technologie – auch nicht KI – ihre volle Wirkung entfalten.

KI: Vom Hype zur Orchestrierung

Ein Highlight der fachlichen Debatten war die Einordnung von Künstlicher Intelligenz (KI). In den Live-Gesprächen wurde KI provokant als „Droge“ bezeichnet: Man gewöhne sich schnell daran und wolle sie nicht mehr missen, doch die wahre Herausforderung liege in der Skalierbarkeit und den Kosten.

“KI ist immer nur ein Teil des Prozesses. Wir müssen sie orchestrieren. Der Prozess bleibt das Skelett, die KI ist ein Werkzeug, das man im Zweifel auch austauschen kann, ohne dass das gesamte Konstrukt zusammenbricht.“

Themen wie Process Mining, Intelligent Document Processing (IDP) und die Einhaltung von „Guardrails“ (Leitplanken) durch den EU AI Act bzw. AML dominierten die Sessions. Die Experten waren sich einig: Nur wer heute das richtige Fundament und die richtigen Leitplanken definiert, wird morgen erfolgreich KI-gestützte Workflows betreiben können.

Ausblick: Wachstum ohne Anonymität

Die Vision der Veranstalter für die kommenden Jahre ist klar definiert. Die WorkflowAnalytica möchte wachsen – angestrebt werden 300 bis 500 Teilnehmer –, ohne dabei den familiären Charakter zu verlieren. „Sympathie und Empathie brauchen Raum“, erklärte Björn Richerzhagen, der Initiator der Veranstaltung, während der AnalyticaNight. Ziel sei es, die Rolle des Prozessmanagers zu professionalisieren, in Unternehmen noch präsenter zu machen und die Community kontinuierlich zu erweitern.

Der zweite Tag startete unter der Moderation von Nadja Böhlmann mit einem Rückblick auf die Highlights des Vortages, bevor Norman Koss (MINAUTICS GmbH) die Teilnehmer in die Welt der Simulation entführte. Er demonstrierte, wie BPMN-Prozesse durch Daten und KI flexibel analysiert werden können, um Engpässe bereits im Entwurf zu identifizieren. Wissenschaftliche Tiefe brachte Thomas Prinz von der Universität Jena ein, der die „Fehlerdiagnostik in Geschäftsprozessen“ thematisierte.

Operative Wirksamkeit und Human-Centric Design

Im Fokus des Vormittags stand die praktische Wirksamkeit: Hannah Keutmann (consalty) zeigte am Beispiel der Anti-Geldwäsche-Verordnung, wie regulatorische Vorgaben in messbare Prozesse überführt werden. Ergänzend dazu plädierte Markus Johann Schmid dafür, den Menschen durch Experience Management wieder ins Zentrum des Prozessdesigns zu rücken.

KI als Motor, nicht als Ersatz

Besonders die Vorträge von Sven Schnägelberger und Marcel Claus-Ahrens verdeutlichten den Paradigmenwechsel: Wir bewegen uns weg von starr programmierten Abläufen hin zu orchestrierten KI-Agenten. Dabei wurde gewarnt, menschliche Prozesse einfach 1:1 in KI-Prozesse zu übersetzen – ein stabiles Prozess-Fundament bleibt unerlässlich.

Die WorkflowAnalytica 2026 schloss mit einem positiven Fazit und der klaren Vision, die Community auf bis zu 500 Teilnehmer auszubauen, während die Rolle des „Workflow-Analysten“ als zentrale Schnittstelle zwischen Business und IT gestärkt wurde.